Risikolebensversicherung steuerfrei

Sie haben die Möglichkeit, die Beiträge, die Sie für die Risikolebensversicherung erbringen, in ihrer Einkommenssteuer geltend zu machen. In der Regel werden diese Aufwände als weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen angesehen. Für die Hinterbliebenen ist die Auszahlung einer Risikolebensversicherung im Todesfall in der Regel steuerfrei. Das bedeutet, dass die Bezugsberechtigten auf die Versicherungssumme keine Einkommenssteuer zahlen müssen. Lesen Sie, wann die Risikolebensversicherung nicht steuerfrei ist.

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Risikolebensversicherung steuerfrei – wenn der Partner in der Versicherung versicherte Person ist

Sollten Sie Versicherungsnehmer, Beitragszahler und auch Begünstigter der Risikolebensversicherung sein, während Ihr Partner die versicherte Person ist, dann ist die Auszahlung der Risikolebensversicherung steuerfrei. Wenn der Partner als versicherte Person eingetragen ist, dann sind Sie aus Sicht der des Versicherers der Vertragspartner. Wenn Ihr Partner verstirbt, erhalten Sie als Begünstigter die Versicherungssumme steuerfrei, da Sie der Versicherungsnehmer sind. Sollten Sie und Ihr Partner versterben, dann werden beide Risikolebensversicherungen ausgezahlt und gehen in den Nachlass des Begünstigten. In diesem Fall besteht jedoch Erbschaftssteuerpflicht oder die Erben nutzen Freibeträge.

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Wann die Auszahlung der Risikolebensversicherung nicht steuerfrei ist

Die Auszahlung der Risikolebensversicherung ist in der Regel steuerfrei. Allerdings können auf den Betrag Erbschaftssteuern fällig werden. Bezugsberechtigte müssen an das Finanzamt Steuern zahlen, wenn die gesetzlichen Freibeträge überschritten werden. Die Freibeträge sind für eingetragene Lebenspartner oder Ehepartner und für Kinder vergleichsweise hoch. Für Ehepartner beträgt der Freibetrag derzeit (Stand: 2019) 500.000 Euro und für Kinder 400.000. Hier zählt allerdings das komplette Erbe, sodass neben der Leistung der Risikolebensversicherung auch Sparkonten oder Immobilien in Betracht gezogen werden.

Wie die Auszahlung der Risikolebensversicherung auch bei unverheirateten Paaren steuerfrei bleiben kann

Sowohl bei Geschäftspartnern als auch bei unverheirateten Paaren fallen fast immer Steuern auf die Erbschaft an. Um diese Steuern zu vermeiden, bietet es sich an, zwei Verträge „über Kreuz“ abzuschließen. In diesem Sinne muss jeder Partner eine Risikolebensversicherung auf das Leben des anderen abschließen. Ein Partner ist dann Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter und der andere die versicherte Person. Sollte ein Partner sterben, würde der andere Partner als Versicherungsnehmer die Summe steuerfrei erhalten. Die Auszahlung zählt dann auch nicht für die gesetzlichen Freibeträge.

§ 3 EStG – Arten der steuerfreien Einnahmen

Steuerfrei sind

„1.
a)
Leistungen aus einer Krankenversicherung, aus einer Pflegeversicherung und aus der gesetzlichen Unfallversicherung,

b)
Sachleistungen und Kinderzuschüsse aus den gesetzlichen Rentenversicherungen einschließlich der Sachleistungen nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte,

c)
Übergangsgeld nach dem Sechsten Buch Sozialgesetzbuch und Geldleistungen nach den §§ 10, 36 bis 39 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte,

d)
das Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz, der Reichsversicherungsordnung und dem Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte, die Sonderunterstützung für im Familienhaushalt beschäftigte Frauen, der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz sowie der Zuschuss bei Beschäftigungsverboten für die Zeit vor oder nach einer Entbindung sowie für den Entbindungstag während einer Elternzeit nach beamtenrechtlichen Vorschriften;

2.
a)
das Arbeitslosengeld, das Teilarbeitslosengeld, das Kurzarbeitergeld, der Zuschuss zum Arbeitsentgelt, das Übergangsgeld, der Gründungszuschuss nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch sowie die übrigen Leistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch und den entsprechenden Programmen des Bundes und der Länder, soweit sie Arbeitnehmern oder Arbeitsuchenden oder zur Förderung der Aus- oder Weiterbildung oder Existenzgründung der Empfänger gewährt werden,

b)
das Insolvenzgeld, Leistungen auf Grund der in § 169 und § 175 Absatz 2 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch genannten Ansprüche sowie Zahlungen des Arbeitgebers an einen Sozialleistungsträger auf Grund des gesetzlichen Forderungsübergangs nach § 115 Absatz 1 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch, wenn ein Insolvenzereignis nach § 165 Absatz 1 Satz 2 auch in Verbindung mit Satz 3 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch vorliegt,

c)
die Arbeitslosenbeihilfe nach dem Soldatenversorgungsgesetz,

d)
Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur Eingliederung in Arbeit nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch,

e)
mit den in den Nummern 1 bis 2 Buchstabe d genannten Leistungen vergleichbare Leistungen ausländischer Rechtsträger, die ihren Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Staat, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum Anwendung findet oder in der Schweiz haben; (1)“

Fazit Risikolebensversicherung steuerfrei

Wenn die Leistung der Erbschaft inklusive der Risikolebensversicherung den Steuerfreibetrag nicht überschreitet, zahlen Sie keine Erbschaftssteuer. Die Erbschaftssteuer können Sie hingegen bis hin zu 50 % reduzieren, wenn Sie und Ihr Partner sich mit einer Risikolebensversicherung auf Gegenseitigkeit abgesichert haben. Sollten Sie als Versicherungsnehmer beim Abschluss der Risikolebensversicherung eine andere Person als versicherte Person einsetzen („über Kreuz versichern“), dann erhalten Sie im Todesfall der versicherten Person die Leistungen der Risikolebensversicherung steuerfrei ausgezahlt.

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  1. Einkommensteuergesetz (EStG)
    㤠10
    (1) Sonderausgaben sind die folgenden Aufwendungen, wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind oder wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten behandelt werden:
    1.
    (weggefallen)
    1a.
    (weggefallen)
    1b.
    (weggefallen)
    2.
    a)
    Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen oder zur landwirtschaftlichen Alterskasse sowie zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen;
    b)
    Beiträge des Steuerpflichtigen
    aa)
    zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung, wenn der Vertrag nur die Zahlung einer monatlichen, auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres oder zusätzlich die ergänzende Absicherung des Eintritts der Berufsunfähigkeit (Berufsunfähigkeitsrente), der verminderten Erwerbsfähigkeit (Erwerbsminderungsrente) oder von Hinterbliebenen (Hinterbliebenenrente) vorsieht. 2Hinterbliebene in diesem Sinne sind der Ehegatte des Steuerpflichtigen und die Kinder, für die er Anspruch auf Kindergeld oder auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 hat. 3Der Anspruch auf Waisenrente darf längstens für den Zeitraum bestehen, in dem der Rentenberechtigte die Voraussetzungen für die Berücksichtigung als Kind im Sinne des § 32 erfüllt;
    bb)
    für seine Absicherung gegen den Eintritt der Berufsunfähigkeit oder der verminderten Erwerbsfähigkeit (Versicherungsfall), wenn der Vertrag nur die Zahlung einer monatlichen, auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente für einen Versicherungsfall vorsieht, der bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres eingetreten ist. 2Der Vertrag kann die Beendigung der Rentenzahlung wegen eines medizinisch begründeten Wegfalls der Berufsunfähigkeit oder der verminderten Erwerbsfähigkeit vorsehen. 3Die Höhe der zugesagten Rente kann vom Alter des Steuerpflichtigen bei Eintritt des Versicherungsfalls abhängig gemacht werden, wenn der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet hat.
    2Die Ansprüche nach Buchstabe b dürfen nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein. 3Anbieter und Steuerpflichtiger können vereinbaren, dass bis zu zwölf Monatsleistungen in einer Auszahlung zusammengefasst werden oder eine Kleinbetragsrente im Sinne von § 93 Absatz 3 Satz 2 abgefunden wird. 4Bei der Berechnung der Kleinbetragsrente sind alle bei einem Anbieter bestehenden Verträge des Steuerpflichtigen jeweils nach Buchstabe b Doppelbuchstabe aa oder Doppelbuchstabe bb zusammenzurechnen. 5Neben den genannten Auszahlungsformen darf kein weiterer Anspruch auf Auszahlungen bestehen. 6Zu den Beiträgen nach den Buchstaben a und b ist der nach § 3 Nummer 62 steuerfreie Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung und ein diesem gleichgestellter steuerfreier Zuschuss des Arbeitgebers hinzuzurechnen. 7Beiträge nach § 168 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c oder nach § 172 Absatz 3 oder 3a des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch werden abweichend von Satz 6 nur auf Antrag des Steuerpflichtigen hinzugerechnet;“